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Bei einem Tonumfang von meist 2-3 Oktaven, aber auch bis zu fast 4 Oktaven, sind die fast alle Panflöten diatonisch gestimmt, meist in C-dur oder G-dur. Halbtöne werden dann durch eine spezielle Blastechnik erzeugt, z.B. indem die Panflöte um 45 Grad gekippt wird und die Unterlippe etwas weiter über die Öffnung des Röhrchens geschoben wird. Gestimmt werden kann eine Panflöte durch das Verschieben von passend eingesetzten Korkscheiben oder (besser) festgedrücktem Bienenwachs. Mit locker sitzenden Wachsbällchen kann eine Panflöte aber auch kurzfristig zwischen verschiedenen Tonleitern umgestimmt werden. Einige Panflöten sind auch pentatonisch gestimmt.

Bei Sonderformen von Panflöten sind die Röhrchen auch in einem Bündel angeordnet, wobei die inneren Röhrchen höher hervorstehen. Bekannter dahingegen sind die mehrreihigen südamerikanischen Siku (aus der Indianersprache) bzw. Zampoña (spanische Wortherkunft).

Besonders die Siku und Nai gibt es in verschiedenen Tonlagen von der Poccolo-Panflöte in Sopran-Stimmlage bis zur mannshohen Kontrabass-Panflöte. Am üblichsten sind die Alt-Panflöten, die als Nai ca. 30cm breit und 23cm hoch sind. Für die meisten Anfänger dürfte die Tenor-Stimmlage einfacher zu spielen sein.

Panflöten entstanden in den verschiedensten Kulturen auf der ganzen Welt vor bis zu über 6000 Jahren. Heute besonders bekannt sind die windig klingenden Panflöten aus Südamerika, besonders aus den Anden deren Röhrchen in einer oder mehreren geraden Reihen angeordnet sind, sowie die klarer klingenden Nai, ursprünglich aus Rumänien, deren Röhrchen in einem Bogen angeordnet sind.